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    4 0 0 0:



    1963 in Heilbronn / Neckar, D geboren
    1983 Abitur
    1985 - 1988 Ausbildung zum Werbegrafiker
       
    lebt und arbeitet in Hamburg und Berlin
       
    1990 bis 2008 ca. 80 Ausstellungen (group/solo) in Produzentengalerien, alternativen Räumen, Veranstaltungsräumen in Hamburg, Berlin, München, Köln, Frankfurt, New Orleans
    1994 + 96 Ausstellung zur Endjurierung für das Hamburger Stipendium, Kampnagel , Hamburg (group)
       
    Sonstige Projekte
    1990 bis 2008 verschiedene Plattencover Buchumschläge für die Buchreihe "Pulp Master" (Maas Verlag, Berlin) Messedeko Popkomm VIP-Lounge Deko, Mayday, Dortmund Bilder für Filmausstattung Gestaltung von Platin-Awards für die Rockgruppe R.E.M. Ausstattung für Fernsehsendung 'Alarm', MTV Buchumschlag für Benjamin von Stuckrad-Barre "Deutsches Theater"
       
    Bibliographie
    1990 bis 2008 Saison Geo
    Brigitte
    Welt
    Tempo
    ART
    Die Woche
    Süddeutsche Zeitung
    Art Vision, Tokio
    Guardian, GB
    Playboy
    MAX
    TAZ
    Amica
    Allegra
    Cosmopolitan
    Stuttgarter Zeitung
    ART Online-Magazin
    Jetzt Magazin

    TV
    1990 bis 2008 NDR
    ZDF
    VH-1
    ORB
    ARD
    ORF

      Der Künstler 4000 arbeitet seit Jahren in gesunder Entfernung vom
    offiziellen Kunstgeschehen - vor allen fern von dessen Markt. Seine
    Arbeiten entziehen sich dem obligaten Vermittlungskontext, kommentieren
    wenn überhaupt das Geschehen von außen, entgehen so einem Abgleiten ins
    Selbstreferentielle der Zeitgenössischen Kunst und Kritik und haben auf
    diese Weise bisher einer Vereinnahmung durch den "Betrieb"
    standgehalten. 4000 ist ein schlauer Künstler, der weiß, was er sich
    und der Kunst schuldig ist. 4000 ist Pop.






     


    ... Anders als die Zeichnerin, die das Telefon wie beiläufig als
    einen ihrer motivisch-assoziativen Ausgangspunkte für die Verfolgung
    eines philosophischen und konzeptuellen Ansatzes nutzt, verweist die
    Herangehensweise von Thomas Egeler alias „4000“, der aktuelle Trends
    aufgreift und mit Witz und ironischer Distanz reflektiert und kommentiert,
    auf soziologisch-gesellschaftliche Fragestellungen. Egeler, 1963 in
    Heilbronn geboren, arbeitet seit seiner Ausbildung zum Werbegrafiker als Künstler,
    Grafiker, Texter und Galerist in Hamburg und Berlin. Seine Arbeiten sind,
    was Genre und Technik betrifft, „Cross-over-Produkte“: vielfältig,
    uneindeutig und darin paradoxerweise sehr genau.
    Zwischen 1990 und 2005 entstanden Entwürfe für Plattencover, Buchumschläge,
    künstlerische Arbeiten und Zeichnungen sowie Texte für Zeitschriften und
    Zeitungen.

    Auch Thomas Egeler arbeitet häufig in offenen Serien, so etwa in der Reihe
    „Handy, Handy“.
    Es sind, so der Künstler, gezeichnete Kommentare, ist seine „teils
    satirische, teils sarkastische Meinung“ zum Handyboom und dessen Vermarktung, insbesondere die Verbreitung unter Jugendlichen.
    Wie Illustrationen einer empirischen Studie reihen die Zeichnungen gängige
    Trends und Reaktionen auf, deren vermeintliche Normalität jedoch durch Form und Charakter der Zeichnungen zugleich wieder infrage gestellt wird.

    Die Arbeiten kombinieren in eigenwilliger Form Bild und Text, changieren
    zwischen Gemälde, lockerer Freihandskizze, Werbezeichnung und Comic. In der Regel sind die dargestellten Objekte, die sich äußerlich nur minimal unterscheiden und nicht als reale Handymodelle oder -marken identifizierbar sind, schräg ins Bild gesetzt oder ragen in das Bildfeld hinein. Unterschiedliche Werbesprüche oder Kommentare, mit schneller Geste aufs Bild gepinselt, sind über das Motiv gesetzt und preisen variantenreich die Funktion des Modells. Andere Arbeiten kombinieren die Zeichnung mit bunten
    Werbeaufklebern.

    Schrift und Text spielen in Egelers Werken eine große Rolle. In einigen
    seiner Arbeiten wie „words only“ werden Schrift und Text zu reduzierten und wirkungsvollen Gestaltungsmitteln und sind gleichzeitig Motiv des Bildes. Auf anderen Bildern der Handy-Serie gehen Text und Bild eine stimmige Verbindung ein.
    Das skizzierte Objekt korrespondiert mit den teils in Signalfarbe aufgebrachten Schriftzügen, die an Graffiti erinnern. Im Zusammenwirken mit ihrer flüchtigen Erscheinung
    konterkarieren sie die Anspielung auf die Werbung. Bezeichnungen wie „Rolex“ oder Golduhr verweisen auf den – seit den Anfangstagen des Telefons gegebenen – Prestigecharakter des Mediums.

    Kein Wunder also, dass zum „Handy mit Lottozahlen“, dem „Handy für girls“,
    dem „jetzt mit noch kleineren Tasten“ die Kopfzeichnung eines Jugendlichen kommt, der „auch Handy haben will“.

    Die Künstlersignatur „4 000“ ist scheinbar genauso passend wie zufällige
    Preisangaben auf undefinierbaren Aufklebern – durch ihre Kombination werden Sprüche, Preise und Konsumartikel ad absurdum geführt.
    Zugleich entfaltet die Serie durch die Variabilität, Farbigkeit und die Text-Bild-Kombinationen eine visuelle Dynamik, die den Betrachter in den Bann zieht. ...

    Dr. Anja Eichler für DAS ARCHIV, Magazin für Post- und
    Kommunikationsgeschichte